Beschreibung der eMark

Danke an Bitcoin.de die diese Beschreibung zum grösten Teil erstellt haben

Einleitung

Die Idee der eMark ist es eine freie, von Zentralbanken unabhängige Währung zu schaffen, die dezentral durch ein Computernetz geschöpft und verwaltet wird und für internationale elektronische Überweisungen geeignet ist. Das eMark-Netzwerk wird aus den Teilnehmern gebildet, die einen eMark-Client, also die Software auf ihrem Computer oder Smartphone ausführen.

Der Besitz von Geldeinheiten kann durch den Besitz von kryptographischen Schlüsseln (Private Keys) nachgewiesen werden. Jede Transaktion von Geldeinheiten zwischen Teilnehmern des Netzwerks wird in einer öffentlichen, vom gesamten Netzwerk unterstützten Datenbank aufgezeichnet und mit digitalen Signaturen versehen. Dies gewährleistet, dass Geldbeträge fälschungssicher sind, wobei sie allerdings einem Risiko von Diebstahl durch Ausspähen von Schlüsseln unterliegen.

Die Geldeinheiten werden als nicht an Staaten oder Zentralbanken gebundene Währung in Online-Börsen gehandelt und können dort in viele verschiedene Währungen der wichtigsten Industriestaaten und Schwellenländer getauscht werden.

Während bisher ein signifikanter Teil der Nutzung vermutlich spekulativ ist und der Tauschkurs beachtlichen kurzfristigen Schwankungen unterliegt, haben neben kleinen Anbietern viele tausende Nutzer begonnen, eMark als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Darüber hinaus stößt die eMark wegen der Eigenschaft einer langfristig strikt begrenzten Geldmenge (und somit Sicherheit vor Inflation) und einer weitgehenden Unabhängigkeit vom traditionellen Finanzsystem als Mittel zur Aufbewahrung von Werten, auf Interesse.

eMark-Einheiten sind durch die Verwendung starker Verschlüsselungsverfahren fälschungssicher. Jeder Geldbetrag kann nur einmal ausgegeben werden, weil jegliche Übermittlung von Geld unwiderruflich im eMark-Netzwerk, also auf den Systemen aller Nutzer der eMark-Software gespeichert wird. Das eMark-Netzwerk verbindet eine relativ schnelle Bestätigung von Transaktionen innerhalb von zwei bis 10 Minuten mit gar keinen oder geringen Kosten pro Transaktion. Der Besitz von eMark-Beträgen wird durch den Inhalt einer elektronischen Geldbörse nachgewiesen, welche kryptographische Schlüssel enthält. Die Signatur mit diesen Schlüsseln ist Voraussetzung für die Aufnahme einer Transaktion ins netzwerkweite Verzeichnis, die sogenannte „Block Chain“. Die Block Chain kann z.B. bei www.blockexplorer.deutsche-emark.org eingesehen werden.

Die Aufnahme von Transaktionen in die Block Chain erfolgt durch die Erzeugung einer digitalen Signatur basierend auf einem Rechenverfahren, die von allen am eMark-Netzwerk teilnehmenden Rechenknoten gemeinsam geleistet wird. Im Rahmen dieses Verfahrens findet durch Gutschriften für einen erfolgreich berechneten Block auch eine kontrollierte Schöpfung neuer Geldeinheiten statt. Die Schlüssel als solche müssen bei diesem Verfahren nicht offenbart werden. Die Geldbörse muss jedoch gegen Verlust durch Ausspähen und Schadsoftware geschützt werden.

Zahlungen finden an pseudonyme Adressen statt, welche die eMark-Software für jeden Empfänger beliebig neu erzeugen kann. Eine Identifizierung der Handelspartner ermöglicht eMark nicht. Eine vollständige Anonymität garantiert das System allerdings auch nicht, da die Kette aller Transaktionen öffentlich in der Transaktionsgeschichte verzeichnet wird und eine Verknüpfung mit weiteren Informationen prinzipiell möglich ist.

Die Menge an Geldeinheiten ist nicht beeinflussbar und hat eine in der eMark-Software „eingebaute“ feste Obergrenze. Neue Währungseinheiten können von Teilnehmern des eMark-Netzwerks bei der Aufwendung von Rechenleistung für die Bestätigung und Signatur von Transaktionen verdient werden.

Der „Wert“ von eMark richtet sich ausschließlich nach der Akzeptanz oder Nichtakzeptanz durch die potenziellen Benutzer und unterliegt den Gesetzen des freien Marktes, also dem Angebot und der Nachfrage.

Eigenschaften

Begrenzte Menge von Geldeinheiten

eMark verbindet konzeptgemäß bestimmte Eigenschaften von Überweisungen mit der Eigenschaft der begrenzten Geldmenge. Die maximale Menge an eMark wurde beim Entwurf des eMark-Protokolls auf 210 Millionen festgelegt.

Fälschungssicherheit

Eine Fälschung von Einheiten oder Transaktionen ist durch das verwendete asymmetrische kryptographische Verfahren ECC und durch digitale Signaturen mittels einer doppelt angewendeten Hashfunktion nach heutigem Wissensstand praktisch ausgeschlossen.

Allerdings ist es prinzipiell nicht völlig auszuschließen, dass das System durch Softwarefehler Transaktionen fehlerhaft verrechnet oder sogar das eMark-Netzwerk als ganzes unbrauchbar wird. Diese Gefahr wird statistisch gesehen zwar von Tag zu Tag geringer, aber völlig auszuschließen kann man dieses Risiko nicht.

Kosten und Ausführungsgeschwindigkeit

Zahlungen können ohne Mitwirkung von Finanzinstituten schnell und kostengünstig direkt zwischen den Beteiligten abgewickelt werden, wodurch die vergleichsweise hohen Gebühren der etablierten Dienstleister umgangen werden. Die Bestätigung einer Transaktion kostet gegenwärtig (abhängig von der Implementierung der eMark-Software) 0,001 DEM.

Wenn sie freiwillig erhöht wird, beschleunigt sie den Bestätigungsvorgang durch eine höhere Priorität bei der Berechnung durch andere Mitglieder des Netzwerks. Die Gebühr wird demjenigen Netzknoten, welcher die Bestätigungssignatur erstellt, gutgeschrieben. Das Verfahren soll insbesondere verhindern, dass das Netzwerk gezielt durch sehr viele sehr kleine Transaktionen überlastet wird. Auf lange Sicht sind diese Transaktionsgebühren als Belohnung für den Erhalt des Netzes durch Bereitstellung von Rechenleistung geplant.

Dezentralität

Das System ist aufgrund der sogenannten Peer-to-Peer-Struktur völlig dezentral. Eine Einflussnahme auf die Geldmenge würde erfordern, dass die Mehrheit der Mining-Rechenleistung mit veränderter Software erfolgt, da sonst ein nicht allgemein anerkannter Fork von Protokoll und Zahlungseinheit entstehen würde.

Initiale Verteilung von Guthaben

Ein Problem bei der Einführung von eMark als Währung war die anfängliche Verteilung von Geld. Moderne staatliche und private Währungen sind – im Gegensatz zu eMark – durch ein Zahlungsversprechen der ausgebenden Stelle gedeckt. Da die eMark als neues Zahlungsmittel anfangs kein Vertrauen genoss und der Rücktausch von keiner Stelle garantiert wird, hatte die eMark ursprünglich keinen bezifferbaren Wert. Auch eine Nutzbarkeit war aufgrund der fehlenden Angebote von Waren gegen Tausch der Währung zunächst nicht vorhanden. Aus diesem Grund war es anfangs irrational für Marktteilnehmer, die neuen Währungseinheiten zu kaufen.

Im Fall von der deutschen eMark werden neue Einheiten nach einem Prinzip verteilt, das die Unterstützung des Netzwerks durch Zur-Verfügung-stellen von Rechenleistung belohnt (eMark-„Mining“, das Erzeugen bzw. Entdecken neuer „Münzen“ durch Lösung einer mathematischen Aufgabe, analog zum Schürfen nach Edelmetallen). Aufgrund des steigenden Wertes des Guthabens stellt dies im Fall einer Ausweitung der Nutzung eine hohe Belohnung und somit einen substanziellen Anreiz dar. Als problematisch wird − auch wenn diese Guthaben nicht direkt im Zusammenhang mit wirtschaftlicher Macht stehen − oft die resultierende Ungleichheit in der Vermögensverteilung gesehen, falls das System einen (bisher nicht absehbaren) dauerhaften Erfolg hätte und der Wert der Einheiten stark steigen würde.

Anonymität versus Pseudonymität

Grundsätzlich baut die eMark auf der bereits möglichen Anonymität im Internet auf. Für Privatpersonen und Firmen sind Transaktionen ohne weitere Informationen nicht nachvollziehbar. Unter der Voraussetzung, dass weder IP-Adressen noch eMark-Adressen einer Person zugeordnet werden können, bietet die eMark einen weitaus besseren Schutz der Privatsphäre als konventionelle Zahlungswege.

Die durch die eMark gewährte Anonymität ist jedoch nicht unbegrenzt und bietet von sich aus keine sichere Absicherung gegen polizeiliche und nachrichtendienstliche Ermittlungsmethoden. Zur Abwicklung von Geschäften muss normalerweise einer der Geschäftspartner zumindest teilweise seine Anonymität aufgeben. Wie im Folgenden genauer beschrieben, sind alle Transaktionen zwischen zwei Adressen öffentlich protokolliert und werden dauerhaft im gesamten Netzwerk (der „Block Chain“) gespeichert. Spätere Empfänger von Teilbeträgen können den jeweils letzten Besitzer beispielsweise bei Behörden nennen, welche dann die Kette der Transaktionen verfolgen können.

Daher verhindert eMark nicht unbedingt den Nachweis von illegalen Geschäften. Insbesondere können Ermittlungsbehörden Zugriff auf Internet-Verbindungsdaten, Postsendungen, Virtuelle Fingerabdrücke (Browser Fingerprints) und Kontaktdaten von früheren oder späteren Beteiligten an einer Transaktionskette erhalten und verknüpfen. Wenn an einer Stelle eine Verbindung zu einer Person geschaffen wird, etwa durch eine abgefangene Warensendung oder eine erbrachte Dienstleistung, kann allen Transaktionen zu der zugeordneten Adresse nachgegangen werden. Die Möglichkeiten einer Verfolgung von Transaktionen sind also wesentlich weitreichender als bei Bargeld. Betreiber von Börsen oder Marktplätzen, die den Umtausch von eMark in andere Währungen ermöglichen, sind zudem in der Regel Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäsche unterworfen.

Irreversibilität von Transaktionen

Zahlungen mit eMark können nicht rückgängig gemacht werden. Dies stellt im Online-Handel für Händler einen potenziell großen Vorteil dar, da Rückbuchungen von unbaren Zahlungen und betrügerische Käufe in der Regel einen erheblichen Kostenanteil ausmachen, welcher die oft ohnehin sehr geringen Gewinnmargen belastet.

Einmal falsch überwiesenes Geld kann dadurch aber auch nicht durch eine zentrale Instanz zurücküberwiesen werden. Innerhalb des eMark-Systems ist der Empfänger grundsätzlich anonym und kann auch nicht kontaktiert werden. Falls eine Zahlung irrtümlich erfolgt, ist man daher entweder darauf angewiesen, dass der Empfänger seine Identität außerhalb des eMark-Systems preisgegeben hat oder allgemein Wohlwollen beweist und die unerwartete Einzahlung auf sein Konto zurücküberweist. Die versehentliche Eingabe von falschen Adressen aufgrund von Tippfehlern wird durch die Auswertung einer Prüfsumme ähnliche wie bei Bank-überweisungen verhindert.